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Buch über den Seelsorger Anton Halbritter

Das Buch kann ab sofort im Pfarrbüro Neuhäusel bestellt werden. © Maria Halbritter

Anton Halbritter (1896-1954)
Vom Sanitäter zum Seelsorger – in Kriegs- und Krisenzeiten

Ein technisch und musikalisch begabter junger Mann von 18 Jahren meldet sich im Dezember 1914 freiwillig zum Sanitätsdienst im Ersten Weltkrieg. Vier Jahre harten und vielfach lebensbedrohlichen Einsatzes als Krankenträger werden zur Schlüsselerfahrung seines Lebens. Nach dem Krieg studiert er Theologie, entschlossen, sein Leben der Seelsorge als Dienst an den Menschen zu widmen und verbunden mit dem Anspruch, dabei eigenverantwortlich zu handeln. Das hat Konflikte mit kirchlichen und staatlichen Institutionen zur Folge  – und dies nicht nur in Zeiten des Nationalsozialismus.
Durch alle Phasen politischen und gesellschaftlichen Wandels im 20. Jahrhundert kann der Leser verfolgen, wie Anton Halbritter versucht, unter sich verändernden Bedingungen seinen Lebensgrundsatz umzusetzen. Er lernt ihn dabei nicht als einen Helden kennen, sondern als einen Menschen, der, zunächst uninteressiert an Politik, aus der Konsequenz seines Lebensmottos heraus Konflikten mit gesellschaftlichen, politischen und kirchlichen Institutionen nicht mehr ausweicht. Der vermeintlich Unpolitische macht die Erfahrungen eines politisch Handelnden, der Möglichkeiten der Widerständigkeit auslotet.
Als Chorregent in Kiedrich / Rheingau widmet er sich mit Hingabe der kirchenmusikalischen Erneuerung durch die Liturgie-Reformbewegung und bewahrt so zugleich die dortige, bis heute lebendige Tradition des gregorianischen Chorals. Die damit untrennbar verbundene Jugendarbeit setzt Halbritter auch in den Jahren 1933-1945 fort, unter Inkaufnahme verschiedener Schikanen des NS-Regimes. In anhaltende Konflikte mit dem Nationalsozialismus gerät Halbritter als katholischer Seelsorger in der staatlichen Landesheilanstalt Eichberg, die nach 1933 durch das rassenpolitische Vernichtungsprogramm sog. „unwerten Lebens“ schrittweise ein Ort des Verbrechens wird. In den acht Jahren seiner Seelsorge am Eichberg kämpft Halbritter konsequent und hartnäckig mit der Anstaltsleitung für die Rechte der Patienten auf Religionsausübung. Aufgrund einer Denunziation 1940 in den Westerwald versetzt, führt Halbritter in der kleinen Dorfgemeinde Neuhäusel seine Arbeitsweise als Seelsorger fort, pragmatisch, zupackend, außerordentlich hilfsbereit und selbstlos. Eigenschaften, die gerade in Zeiten von Krieg und wirtschaftlicher Not eine hohe Bedeutung für den Dorffrieden haben. Nach 1945 erlebt Halbritter wie viele Seelsorger, dass sich jedoch die weltanschaulich bestimmende und milieuprägende Funktion der katholischen Kirche durch ein Rechristianisierungsprogramm, das die Zeit zwischen 1933 und 1945 nicht selbstkritisch in den Blick nimmt, nicht einfach wiederherstellen lässt.
An der 30jährigen Tätigkeit Halbritters als Seelsorger kann man exemplarisch beobachten, wie ein in der Verantwortung eines Gemeindepfarrers stehender Seelsorger mit Denkmustern und Verhaltensvorgaben innerhalb der hierarchischen Institution der katholischen Kirche ringt. Da es zu Lebzeiten Halbritters innerhalb der katholischen Kirche keine Dialogkultur zwischen „oben“ und „unten“ gibt, die das Verhältnis zwischen Kirche und Gesellschaft in einer säkularisierten Welt zu ihrem Thema gemacht hätte, ist Anton Halbritter wie viele seiner Zeit ein Einzelkämpfer, die meist wenig bekannt und es deshalb wert sind, dass an sie erinnert wird.

Buchinhalt

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Fahrt des Rosenkranzvereins Simmern Bild: Anna Selbdritt (hl. Anna mit Maria und Jesus) / Birk
Fahrt des Rosenkranzvereins Simmern Bild: Anna Selbdritt (hl. Anna mit Maria und Jesus) / Birk
Fahrt des Rosenkranzvereins Simmern Bild: Blick in die Kirche / Birk
Fahrt des Rosenkranzvereins Simmern Bild: Gnadenbild / Birk
Fahrt des Rosenkranzvereins Simmern Bild: Passionskreuz / Birk
Fahrt des Rosenkranzvereins Simmern Bild: Ev. Kirche / Dreifelden

Fahrt des Rosenkranzvereins Simmern am 22.08.2018 nach Dreifelden und zur Wallfahrtskirche in Birk bei Lohmar.

Zu Kaffee und Kuchen waren wir in der Gaststätte Zum Seeweiher in Dreifelden. Dort hatten wir die Gelegenheit die 1000jährige Kirche zu besichtigen, die 1957 mit einer größeren Kirche umbaut wurde, so dass man auf den Blick nicht ahnen konnte, welchen Schatz das Gebäude im Inneren barg. Zur Marienandacht waren wir in der Wallfahrtskirche St. Mariä Geburt in Birk bei Lohmar. Eine Besonderheit hier ist die Statue der Scherzhaften Muttergottes aus der Zeit um 1490, die 1982 mit einem Blütenkranz statt einer goldenen Krone bekränzt wurde. Auch die Darstellung der Anna Selbdritt dürfte um die Zeit um 1500 entstanden sein. Nach einem Gang über den Friedhof haben wir die seltene Darstellung des Passionskreuzes hinter dem Chor der Kirche betrachtet. Zum Abschluss sind wir zum Abendessen in der Gaststätte Fischer unterhalb der Kirche eingekehrt. Auf der Rückfahrt hat sich Konrad Michels von uns verabschiedet. Er hat seit Jahrzehnten unsere Fahrten begleitet und geht jetzt in den Ruhestand. Die Fahrt nach Birk haben wir Antonius Gilles aus Eitelborn zu verdanken, der dort geboren und aufgewachsen ist.

Pfingstvigil in Kadenbach © Garry Krätz Light Art
Pfingstvigil in Kadenbach © Garry Krätz Light Art
Pfingstvigil in Kadenbach: Apsis blau © Garry Krätz Light Art
Pfingstvigil in Kadenbach: Altar © Garry Krätz Light Art
Pfingstvigil in Kadenbach: Kerzengang © Garry Krätz Light Art
Pfingstvigil in Kadenbach: Kreuz © Garry Krätz Light Art
Pfingstvigil in Kadenbach: Altar mit Lichtern © Garry Krätz Light Art
Pfingstvigil in Kadenbach: Leuchter © Garry Krätz Light Art
Pfingstvigil in Kadenbach: Altar mit Apsis © Garry Krätz Light Art

Inpressionen der Illumination vom 17.05.2018 in der St.Josef Kirche Kadenbach

Diakonenweihe von Diakon Sven Merten: Empfang nach der Dankandacht © Rainer Lehmler

Am 17.3.18 wurde Sven Merten in Limburg zum Diakon geweiht.
Das Foto stammt aus dem Pfarrzentrum Arzbach vom Empfang nach der Dankandacht.

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